Worst days in Worldtravelteams History

Es musste ja soweit kommen…

Der Verkehr in Indien ist mit einem grossen Jahrmarkt zu vergleichen. Ein riesen Kaos wo sich unzählige verbeulte Boliden über die Strassen Drängen, Autofahrer die nicht mal Autoskooter fahren könnten und XXX (Zensur) die sein und dein Leben riskieren um 2sekunden früher am Ziel anzukommen.
So freundlich und nett die Inder auch sein können, aber sobald Sie hinter dem Steuer sitzen schaltet ihr Hirn auf Standby. Gefährliche Überholmanöver, anhalten an unübersichtlichen Stellen, ausweichen wegen Schlaglöcher auf die andere Strassenseite, Busstop mitten in der Strasse, drängeln was das zeug hält und und und.
Im europäischen Verkehr müsste jeder Privatkonkurs anmelden, da man die Bussen unmöglich zu bezahlen wären.
Somit hat es uns leider erwischt. Ein völlig übermüdeter Fahrer ist auf unsere Seite gekommen und hat unseren gut gepflegten Landrover auf der Rechten Seite Touchiert (Linksverkehr)
Ein kaputten Kotflügel 2 Defekte Pneus und eine unschöne Kratzspur ziert zurzeit unser Mobil.
Da sich die ganze Wut über den psychopatischen Fahrstil gesammelt hatte, wurde der Fahrer des Indischschrotts Fahrzeugs gleich aus der Karre gerissen um ihm zu zeigen was er gemacht hat.
Trotz Fluchtversuch konnten wir ihn am Unfallort festhalten bis die „Polizei“ eintraf.
Eine menge Leute versammelten sich um das Geschehen wobei einige behaupteten wir hätten den Fahrer geschlagen und wir wären schuld obwohl keiner den Unfallhergang miterlebt hatte! Eine riskante Situation…
Aber auf dem Polizeiposten konnten wir die Situation erklären und nach langer Diskussion ein Rapport anfertigen. Also Sieht doch schon gut aus.
Aber nichts da. Die Versicherung zahlt kein Rupie somit müsste man vors Gericht welches wenn man glück hat den fall innert 2 Jahren behandelt. Ohne Beweismaterialien fällt dann der Hammer wahrscheinlich auf Aussage gegen aussage. Also scheiss drauf verlassen wir das Land auf schnellstmöglichem Weg, damit nicht noch mehr passiert.
Geduld, Nerven und Geld hat das ganze gekostet und nichts haben wir bekommen. Kein wunder wieso die neusten Autos hier wie Schrott aussehen.
(Diese News hatten wir zurückgehalten, bis der Zeitungsbericht veröffentlicht wurde.)

Jetzt sind wir in Nepal und beheben den Schaden.
Glücklicherweise haben wir eine Landroververtretung gefunden (ohne Ersatzteillager 🙂 wo es ein Arbeiter hat der uns den Schaden für wenig Geld perfekt ausgebeult hat.
Die Zeit haben wir genutzt um in einer Firma mit Schweizer Maschinen (gesponsert von einer Hilfsorganisation) eine Autoversicherung zu basteln.
Wir konstruierten aus Stahl Röhren einen Rammbügel womit es uns nicht mehr weiter zu stören hat wenn uns einer Touchiert.
Morgen werden wir versuchen den Lack auszubessern und noch einige Anpassungen am Innenleben des Landrovers zu machen. Dann kann es endlich ohne sorgen weitergehen.indien-unfall.jpg

One Response to “Worst days in Worldtravelteams History”

  1. Micky,

    Hallo Ihr Strassenrowdis,

    da habt ihr noch mal glück gehabt das die Inder so freundlich sind und euch nicht wegen massenschlägerei ins Loch gesteckt haben! Scherz bei seite. Bin froh das es euch gut geht.

    Habe mich lange nicht gemeldet, der Sommer war bei uns dieHölle. Es regnete immer, die Reben wurden Krank, immer wieder Spflanzenschutz, durch die hohe feuchtigkeit wuchs das Grass und die Reben viel zu viel und wir hatten alle Hände voll zu tun um mit der Feldarbeit nach zu kommen.

    Urlaub bis jetzt keiner, eine etwas zornige Silke aber hatte verständniss. Der kleinen Pia geht es prächtig, Magdalena ist ein bisschen eifersüchtig gewesen, das hatte sich aber gelegt.

    Jetzt nach getaner Arbeit im Feld, kurz vor dem Start zur Traubenlese kam das Unglück aus heiterem Himmel, am Kolbenhof brante der ganze Maschinen park lichterlo aus, sammt all den Neusten Geräten, Glück im Unglück war das schnelle eingreifen der Feuerwehren. Sie konnten das Übergreifen der Flammen auf den Stadel mit 45o Plastikgrosskisten und dem Ansitz verhindern und somit den Schaden in grenzen halten, Mensch und Tiere kamen nicht zu Schaden. Jetzt wird mit den Versicherungen verhandelt um den Schaden so gut als möglich abgedeckt zu bekommen.

    Ich wünsche euch noch viel Glück in NEpal, meldet euch mal wieder, drücken euch die Daumen!!!

    Micky, Silke mit Magdalen und Pia

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